Wacker Chemie beerdigt Ziele für 2030 - Kapitalrendite soll steigen
Der Chemiekonzern Wacker
verabschiedet sich angesichts der wirtschaftlichen Lage in der Welt
offiziell von seinen ehrgeizigen Zielen für die kommenden Jahre.
Künftig soll das Geschäft nur noch stärker zulegen als das globale
Wirtschaftswachstum, wie das Unternehmen anlässlich seines
Kapitalmarkttags am Donnerstag in London mitteilte. Von einem Umsatz
von rund 10 Milliarden Euro im Jahr 2030 ist keine Rede mehr. Die
operative Marge (Ebitda) soll statt mehr als 20 Prozent nur noch
etwa 15 Prozent erreichen. Dafür nennt Wacker-Chef Christian Hartel
nicht einmal mehr ein konkretes Zieljahr.
Allerdings will der Manager die Rendite auf das eingesetzte Kapital
(ROCE) des Konzerns künftig auf mehr als 10 Prozent steigern. Dazu
soll auch das Sparprogramm beitragen, das Wacker vor knapp einem
Jahr gestartet hat. Dadurch sollen die jährlichen Kosten bis 2028 um
mehr als 300 Millionen Euro sinken.
Der Vorstand hatte seine 2022 vorgestellten Mittelfristziele für das
Jahr 2030 bereits vor zwei Jahren angepasst. Im Geschäftsbericht für
2025 stellte er sie angesichts der veränderten Weltlage auf den
Prüfstand./stw/stk