Nestlé prüft Optionen nach Zwangsverwaltung in Russland
Der Schweizer Nahrungsmittelhersteller Nestlé hat vorsichtig auf die in Russland verfügte Zwangsverwaltung zweier Tochtergesellschaften reagiert. Das Unternehmen spricht von einer "vorübergehenden" externen Verwaltung. Die Tochtergesellschaften sollen laut russischem Dekret künftig von der russischen Firma L.E.V. Management verwaltet werden.
"Nestlé ist entschlossen, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um seine Rechte zu wahren und die Kontinuität des Geschäftsbetriebs im Interesse aller Beteiligten, insbesondere seiner Mitarbeiter, sicherzustellen", teilte das Unternehmen in Vevey am Genfersee mit.
Sechs Standorte
Nestlé produziert in Russland an sechs Standorten unter anderem Süßwaren, Babynahrung und Tierfutter. Am Konzernumsatz von heute gut 89 Milliarden Franken machte das Geschäft in Russland vor der russischen Vollinvasion in der Ukraine 2022 etwa zwei Prozent aus. Analysten schätzten den Wert der Geschäfte in Russland auf umgerechnet bis zu 1,7 Milliarden Franken.
Nestlé hatte sein Geschäft nach der russischen Vollinvasion im
Nachbarland Ukraine 2022 nicht eingestellt. Sein Argument war, auch
in Konfliktregionen brauche die Bevölkerung Nahrungsmittel. Andere
wie der französische Lebensmittelkonzern Danone
ISIN DK0010181759 NL0000009165 FR0000120644
AXC0095 2026-09-18/10:21
Relevante Links: Carlsberg A/S, Danone SA, Heineken N.V.