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Aktien Frankfurt: Gewinne dank sinkender Ölpreise - Vonovia unter Druck

Die anhaltende Entspannung am Ölmarkt hat den deutschen Aktienmarkt am Montag angetrieben. Die Ölpreise standen zum Wochenstart weiter unter Druck und gaben den vierten Handelstag in Folge nach. Marktteilnehmer haben weiterhin die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Kriegs zwischen den USA und dem Iran im Blick.

Der Leitindex Dax stieg bis zum frühen Nachmittag um 1,2 Prozent auf 25.596 Punkte. Chefmarktanalyst Timo Emden vom Handelshaus CapTrader sprach von einer "willkommenen Atempause" für die von Inflationssorgen, Zinsängsten und Nahostrisiken geplagten Anleger.

Damit gelang dem Börsenbarometer die Stabilisierung an seiner 100-Tage-Durchschnittslinie, an die es am Freitag mit einem Tagestief von 25.285 Punkten zurückgefallen war. Die Linie beschreibt den mittel- bis langfristigen Trend und hatte den Dax am noch schwächeren Dienstag schon einmal aufgefangen. Insgesamt verzeichnete der Leitindex nach seinem Rekord von 26.618 Punkten schon drei schwache Wochen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Montag 0,7 Prozent auf 31.315 Zähler.

Positiv wirkten sich auch die Gespräche zwischen Vertretern von China und den Vereinigten Staaten von Amerika vor dem in dieser Woche geplanten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping aus. Dabei soll es auch um das Thema Künstliche Intelligenz gehen, was am deutschen Aktienmarkt Technologiewerte antrieb.

So zogen die Papiere von Infineon um 3,6 Prozent an. Im MDax gewannen die Aktien von Aixtron , Siltronic und Suss Microtec zwischen 4,8 und 6 Prozent.

Hauptgesprächsthema sind aber die Ergebnisse der Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin - mit Siegen der Rechts- und Linkspopulisten. Der Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU steigt, nachdem die Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern sogar erstmals aus einem Landesparlament geflogen sind. Er machte aber noch am Abend deutlich, dass er weitermachen will und auf den eingeschlagenen Reformkurs der Regierung setzt.

Unter den Einzelwerten blickten die Anleger angesichts des Wahlausgangs in der Hauptstadt auf den Immobilienkonzern Vonovia . Wahlsiegerin Elif Eralp von den Linken will große Wohnungsunternehmen enteignen und einen Mietendeckel für landeseigene Wohnungen einführen.

Experten sehen aber bei einer geplanten Enteignung hohe rechtliche, politische und finanzielle Hürden. Zudem wäre rechnerisch auch eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD und damit unter Ausschluss der Linken möglich. Die Papiere von Vonovia schwankten im Handelsverlauf und notierten zuletzt 1,3 Prozent im Minus.

Die Aktien von Volkswagen (VW) und besonders dem kontrollierenden Großaktionär Porsche SE litten unter einem Analystenkommentar von Kepler Cheuvreux. So fielen die Vorzugsaktien von VW um ebenfalls 1,3 Prozent und die Anteilsscheine von Porsche SE am MDax-Ende um 2,9 Prozent.

Porsche SE habe weiterhin das Problem, gleichzeitig das Investmentportfolio zu diversifizieren, Schulden abzubauen und den Anlegern attraktive Dividenden auszuschütten, schrieben die Experten der Investmentbank. Im Sog verloren die Papiere des Sportwagenbauers Porsche AG 1,7 Prozent.

Für die Anteilsscheine von Berentzen ging es um fast 22 Prozent nach oben. Der niedersächsische Schnaps- und Getränkehersteller steht kurz vor der Übernahme durch den auf Whiskey spezialisierten US-Konkurrenten Sazerac. Mit dem Branchenriesen wurde eine Zusammenschlussvereinbarung unterzeichnet./la/mis

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416

AXC0213 2026-09-21/14:52

Relevante Links: Aixtron SE, Süss MicroTec SE, Berentzen-Gruppe AG, Volkswagen AG, Siltronic AG, Infineon Technologies AG, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Porsche Automobil Holding SE, Vonovia SE

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