Modehändler H&M wächst nur minimal - Aktie fällt Richtung Jahrestief
Der Modehändler H&M ringt
weiter mit einer schwachen Umsatzentwicklung, auch wenn der Erlös im
dritten Quartal im laufenden Geschäftsjahr erstmals leicht gestiegen
ist. Der Inditex-Konkurrent rechnet zudem damit, dass die Folgen des
Iran-Kriegs die Einkaufskosten steigern werden. Zudem dürften es
mehr Preisnachlässe der Einzelhändler geben, insbesondere wegen
Werbeaktionen vor dem sogenannten Black Friday. Im dritten
Geschäftsquartal (bis Ende August) sei der Umsatz leicht auf rund
57,2 Milliarden schwedische Kronen (5,1 Mrd Euro) gestiegen, teilte
das Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mit. Zu konstanten
Wechselkursen betrug das Plus ein Prozent.
Analysten wie der RBC-Experte Richard Chamberlain äußerten sich
besorgt über die hohen Lagerbestände des Unternehmens. Nach
Einschätzung der JPMorgan-Expertin Georgina Johanan verfehlte die
Bruttomarge die Erwartungen. Investoren zeigten sich enttäuscht. Die
Aktie gab in den ersten Handelsminuten fast vier Prozent auf 160
Kronen nach und näherte sich damit wieder dem Jahrestief von etwas
mehr als 156 Kronen. "Unsere Sommerkollektion ist bei den Kunden gut
angekommen", sagte Konzernchef Daniel Erver. Vor allem zum
Quartalsende habe sich die Entwicklung beim Umsatz gebessert. Für
den September rechnet der Manager nun ebenfalls mit einem
währungsbereinigten Anstieg von einem Prozent.
Das operative Ergebnis konnte der Inditex-Konkurrent
im vergangenen Quartal um mehr als ein Fünftel auf gut 6 Milliarden
Kronen steigern. Analysten hatten im Schnitt nur mit knapp 5,3
Milliarden gerechnet. Dabei profitierte das Unternehmen aber auch
von Rückzahlungen durch zu viel gezahlte Zölle in den Vereinigten
Staaten. Es sei nicht mit weiteren Erstattungen zu rechnen, sagte
Erver in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen./ tav/jha/zb/stk