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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax unter 25.000 Punkten - Öl und Anleihen

Hohe Anleiherenditen und Ölpreise machen dem Dax weiterhin zu schaffen. Gleich zum Börsenstart am Donnerstag sackte der deutsche Leitindex unter die Marke von 25.000 Punkten und erreichte am frühen Nachmittag mit zeitweise weniger als 24.800 Zählern den tiefsten Stand seit Ende Juli.

"Solange weder bei den Energiepreisen noch bei den Anleiherenditen Entspannung eintritt, dürfte die Bereitschaft zu größeren Aktienkäufen begrenzt bleiben", sagte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Ein Medienbericht über mögliche neue US-Angriffe auf den Iran noch vor den Zwischenwahlen in den USA trieb die Ölpreise nach oben. Gleichzeitig sorgen sich die Anleger um Frankreichs Staatsdefizit.

Mit minus 1,18 Prozent auf 24.806,97 Punkte ging der Dax aus dem Tag. Der MDax , der Index der mittelgroßen Werte, sank um 2,01 Prozent auf 29.506,83 Zähler. Der EuroStoxx 50 verlor 0,87 Prozent auf 6.126,73 Zähler. Außerhalb der Euroregion schloss der Schweizer SMI schwach, während in London der FTSE 100 nur wenig verändert aus dem Handel ging.

Den Bondmarkt betreffend, wo sich im Oktober der Rendite-Abstand (Spread) zwischen den richtungweisenden zehnjährigen französischen Staatsanleihen und deutschen Bundesanleihen angesichts der sich verschärfenden Schuldensituation in Frankreich vergrößert hat, blieb der globale Chefanleger (CIO) von UBS , Mark Haefele, gelassen. Er sieht in der Ausweitung der Spreads keine Zeichen einer unmittelbar bevorstehenden Finanzierungskrise. Die investitionsgetriebene Nachfrage und die sich verbessernden Gewinne dürften dazu beitragen, dass europäische Aktien moderat höhere Renditen verkraften könnten.

Unternehmensseitig halfen die starken Quartalszahlen des koreanischen Tech-Schwergewichts Samsung nicht, um den Druck aus der Technologiebranche zu nehmen. Halbleiter- und KI-Werte verzeichneten auch hierzulande weitere Verluste: Infineon etwa gaben um 3,4 Prozent nach und im MDax sackten Siltronic und Aixtron um jeweils 4,1 Prozent und Elmos um 5,3 Prozent ab.

Im Automobilsektor waren Zulieferer nach einer Gewinnwarnung aus Frankreich auffällig schwach. OPMobility hatte wegen gestiegener Kosten und Problemen bei Autoherstellern sein operatives Gewinnziel für 2026 gesenkt. Aumovio als Schlusslicht im MDax büßten 8,8 Prozent ein und Norma Group im SDax 5,3 Prozent. Mit minus 3,1 Prozent hielten sich Continental etwas besser. Eine Hochstufung auf "Outperform" durch Bernstein Research stützte.

Anschlussverkäufe zogen die Aktie des Dialysedienstleisters Fresenius Medical Care (FMC) weiter nach unten. Sie verloren 1,9 Prozent. Am Vortag hatte die Ankündigung eines Wechsels an der Konzernspitze bereits erheblich belastet. Für die Anteile des FMC-Großaktionärs Fresenius ging es am Donnerstag um 3,9 Prozent abwärts.

Im SDax waren Indus Holding Schlusslicht mit 7,3 Prozent, hatten allerdings erst rund eine Woche zuvor den höchsten Stand seit Mai 2019 erreicht und sind seit Anfang Juli bis zu diesem Hoch um 65 Prozent nach oben gesprungen.

Eine Abstufung des Staplerherstellers Jungheinrich auf "Underperform" durch Bank of America sorgte bei den Titeln für ein Minus von 5,6 Prozent./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416

AXC0250 2026-10-08/18:02

Relevante Links: Norma Group SE, Jungheinrich AG, Elmos Semiconductor SE, OPmobility SE, Aumovio SE, Aixtron SE, Fresenius SE & Co. KGaA, Continental AG, Siltronic AG, INDUS Holding AG, Infineon Technologies AG, Samsung Electronics Co. Ltd., UBS Group AG, Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

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