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Wiener Aktienmarkt nach Kursrutsch stabil erwartet / Hohe Ölpreise und KI-Sorgen

Nach dem Ausverkauf am Vortag deutet sich am heimischen Aktienmarkt vor dem langen Wochenende ein leichter Stabilisierungsversuch an. Rund 40 Minuten vor Sitzungsauftakt am Freitag stand eine Bankenindikation auf den ATX geringfügig höher bei 6.267 Punkten. Das europäische Umfeld wird nach schwachen Vorgaben der internationalen Technologiewerte ebenfalls wenig bewegt erwartet.

Am Donnerstag war der Leitindex über viereinhalb Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni abgerutscht. Auslösender Faktor der Gewinnmitnahmen war eine giftige Melange aus steigenden Ölpreisen und den daraus resultierenden Zins- und Konjunkturängsten sowie erneut aufgekommener Sorgen bezüglich der Rentabilität der massiven KI-Investitionen in der Tech-Branche.

Neben einem Kurseinbruch bei AT&S waren dabei auch die schwergewichteten Bankwerte unter die Räder gekommen. Zudem machten die Anleger bei einigen in diesem Jahr gut gelaufenen Aktien aus dem Bau- und Industriesektor Kasse. Auf Jahressicht liegt der ATX aber weiterhin 17 Prozent im Plus und auch im Vergleich zu anderen europäischen Benchmarks hat der österreichische Leitindex noch klar die Nase vorne. In der Spitze hatte der year-to-date-Gewinn über 31 Prozent betragen.

Am Berichtstag blieb die Meldungslage zu heimischen Unternehmen bisher ruhig. Am Vormittag richtete sich das datenseitige Interesse auf die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone, so die Helaba-Experten. Leichte Stimmungsrückgänge sollten ins Kalkül gezogen werden.

Am Donnerstag hatte der ATX um 4,60 Prozent schwächer bei 6.263,95 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:

Polytec         +2,33% 6,14 Euro 
Pierer Mobility +1,87% 35,40 Euro
Verbund         +1,59% 67,10 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:

AT&S        -18,56% 140,40 Euro
Erste Group -6,18%  104,70 Euro
FACC        -6,16%  13,10 Euro 

spa/rst

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