Chipzulieferer Suss Microtec verlagert Produktion und senkt Prognose
Der Halbleiterzulieferer Suss Microtec
stellt seine Produktion in Garching bei München ein
und verlagert diese an seine beiden größten Fertigungsstandorte in
Zhubei (Taiwan) und Sternenfels (Deutschland). Betroffen seien etwa
70 Mitarbeiter, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. In diesem
Zusammenhang erwartet Suss Einmalkosten von 6,2 Millionen Euro, von
denen der überwiegende Teil noch im laufenden Geschäftsjahr anfallen
dürfte. Zudem geht das Management in Zuge der Verlagerung von einer
Verschiebung von Umsätzen aus. Aus diesen Gründen - und wegen einer
angespannten Liefersituation bei einigen Komponenten - senkte das
Unternehmen seine Prognose für 2026.
Die Erlöse sollen 2026 nun 405 bis 425 Millionen Euro erreichen, wie
es hieß. Bislang hatte Suss 425 bis 485 Millionen Euro für das
laufende Jahr in Aussicht gestellt. Als Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (Ebit-Marge) sollen 5 bis 7 Prozent hängen bleiben, nachdem
zuvor 8 bis 10 Prozent angenommen worden waren. An den Erwartungen
zur Bruttomarge hält der Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen
für die Halbleiterindustrie fest.
Die Investoren quittierten die Senkung mir kräftigen Verkaufen - die
Aktie brach am Vormittag um elf Prozent ein./nas/mis