ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste - London leidet unter Rohstoffschwäche
Europas wichtigste Börsen haben am
Dienstag Verluste verzeichnet. Am Tag der Zwischenwahlen in den USA
scheuten die Anleger das Risiko, wogegen in New York Kursgewinne
überwogen.
Zum Handelsende notierte der EuroStoxx 50 0,51
Prozent tiefer bei 6.144,56 Punkten. Der Züricher SMI
verabschiedete sich 0,40 Prozent im Minus mit 14.743,09 Zählern. Der
FTSE 100 verlor 1,14 Prozent auf 10.638,43 Punkten.
Das Londoner Börsenbarometer hatte sich die vergangenen Tage
vergleichsweise gut geschlagen und litt am Dienstag unter der
Schwäche der schwer gewichteten Rohstofftitel.
Auch auf europäischer Ebene zählten die Papiere von Bergbau- und
Rohstoffkonzernen zu den größten Verlierern.
Bei Einzelwerten setzten einmal mehr Quartalszahlen Akzente. Die
Aktien von Philips legten nach der Veröffentlichung
und einer grundlegenden Einigung mit dem US-Justizministerium in
einem jahrelangen Rechtsstreit um weitere 4,8 Prozent zu. Sie
erreichten damit den höchsten Stand seit März. Die Analysten der
kanadischen Bank RBC lobten die Zahlen, die Experten von Jefferies
sprachen von einem ansehnlichen Auftragseingang und bezeichneten die
Margenentwicklung im dritten Quartal als überraschend stark.
Bei Ferrari konnten sich die Anleger über einem
Kursanstieg von 4,5 Prozent freuen. Damit führte der
Luxussportwagenbauer die Gewinnerliste im EuroStoxx 50 an. Die
Italiener hoben nach einem überraschend hohen operativen
Quartalsgewinn (Ebitda) das Jahresziel für die Kennziffer erneut an
- wenn auch nur moderat. Bei der Bank Intesa Sanpaolo
reichte es nach dem Zwischenbericht immerhin für ein Kursplus von
0,6 Prozent.
Dagegen büßten die Anteile von Geberit in Zürich 2,2
Prozent ein. Mit den Zahlen zu den ersten neun Monaten 2026 erfüllte
der Sanitärausstatter zwar die Erwartungen der Analysten und
bestätigte zudem den Jahresausblick. Nachdem die Titel aber in den
vergangenen drei Wochen schon sehr stark gelaufen seien, habe für
weitere Gewinne eine positive Überraschung gefehlt, hieß es am
Markt.
Ähnlich sah es beim britischen Mischkonzern AB Foods
aus, dessen Aktien nach Zahlen als Schlusslicht im "Footsie" 3,2
Prozent verloren. Das Unternehmen wird auch in den kommenden Monaten
viel Gegenwind verspüren. Für sein Primark-Geschäft erwartet AB
Foods im Geschäftsjahr 2026/27 eine bereinigte operative Gewinnmarge
von etwa 10 Prozent und damit leicht unter dem Wert des am 12.
September beendeten Geschäftsjahres./gl/zb