Frankreich mobilisiert für Generalstreik und höhere Löhne
In Frankreich rufen die Gewerkschaften für diesen Donnerstag zu erneuten Demonstrationen für höhere Löhne und gegen Sozialkürzungen auf und mobilisieren für einen Generalstreik. Unterstützt wird der Protestaufruf von der Gelbwestenbewegung und Schüler- und Studentenorganisationen, die an den drei zurückliegenden Samstagen bereits Demonstrationen gegen zu hohe Lebenshaltungskosten und für eine bessere Bildung organisierten. Erneut rechnen die Behörden mit mehreren hunderttausend Teilnehmern. Ein großes Polizeiaufgebot soll Ausschreitungen wie Mitte Oktober verhindern.
Dem Streikaufruf dürften vor allem Beschäftige im öffentlichen Dienst folgen, wobei das tatsächliche Ausmaß von Beeinträchtigungen für Menschen etwa, die am Donnerstag nach Frankreich reisen, noch unklar ist. Die Staatsbahn SNCF rechnete im Fernverkehr nach Medienberichten nur mit geringen Beeinträchtigungen. Ob ein Streikaufruf bei den Fluglotsen den Flugverkehr nennenswert behindern wird, war zunächst nicht klar. Die Pariser Metro sollte wie gewohnt fahren.
Die Regierung versucht unterdessen, den Protestierenden entgegenzukommen. Es werde geprüft, inwiefern der Mindestlohn über die im Januar 2027 ohnehin anstehende Erhöhung weiter angehoben werden kann, sagte Wirtschaftsminister Roland Lescure dem Sender BFMTV. "Beim Mindestlohn geht es um zwei Themen: Höhe und Zeitpunkt", sagte der Minister. "In den kommenden Tagen werden wir etwas bekanntgeben können."/evs/DP/jha
AXC0019 2026-11-05/05:50