, dpa-AFX

APA ots news: Finanzmarktaufsicht und WU Wien bringen Finanzinformationen...

APA ots news: Finanzmarktaufsicht und WU Wien bringen Finanzinformationen in den Schulunterricht: "Finanzbildung ist Lebensbildung"

3. Finanzbildungsfrühstück von FMA und WU rückt Schutz vor Anlagebetrug in den Mittelpunkt

Wien (APA-ots) - Wie erkennt man unseriöse Finanzangebote? Wie schützt man sich vor Anlagebetrug? Und wie können Jugendliche lernen, gute finanzielle Entscheidungen zu treffen? Diese Fragen standen am heutigen Freitag im Mittelpunkt des 3. Finanzbildungsfrühstücks der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) und des Kompetenzzentrums für Finanzbildung der Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Im Zentrum der gemeinsamen Initiative steht das Ziel, Finanzwissen wissenschaftlich fundiert, praxisnah und unmittelbar für den Schulunterricht nutzbar zu machen.

"Finanzbildung ist Lebensbildung. Sie gibt jungen Menschen das Wissen und die Werkzeuge, um selbstbestimmt finanzielle Entscheidungen zu treffen. Wer über Geld Bescheid weiß, entscheidet selbst, statt dass andere für ihn entscheiden", sagt FMA-Vorständin Mariana Kühnel . "Finanzbetrug steigt laufend an und gerade in sozialen Medien begegnen Jugendlichen verlockende Versprechen von schnellem und einfachem Gewinn. Umso wichtiger ist es, Angebote kritisch zu hinterfragen."

Zwtl.: FMA-Praxiswissen kommt ins Klassenzimmer

Die seit drei Jahren bestehende Kooperation zwischen FMA und dem Kompetenzzentrum für Finanzbildung der WU verbindet Erfahrungen aus der Aufsicht und dem Verbraucherschutz mit wissenschaftlicher und didaktischer Expertise.

"Gerade in einer komplexen Welt sind wirtschaftliches Verständnis und finanzielle Kompetenz zentrale Voraussetzungen für Teilhabe und fundierte Entscheidungen", so WU-Rektor Rupert Sausgruber . "Als Wirtschaftsuniversität sehen wir es als wichtigen Teil unseres Bildungsauftrags, dieses Wissen in die Gesellschaft zu tragen. Umso mehr freut es uns, dass die FMA Initiativen setzt, die bereits in der Schule ansetzen und so die Finanzbildung frühzeitig stärken."

Ausgangspunkt sind unter anderem die Erkenntnisse aus rund 65.000 Beschwerden und Anfragen bei der FMA-Verbraucherinformation, die aufzeigen, wo die Probleme und Informationslücken am Finanzmarkt tatsächlich bestehen. Diese Erfahrungen fließen in das FMA- Informationsformat "Reden wir über Geld" ein, das relevante Finanzthemen verständlich und praxisnah erklärt.

"Das Kompetenzzentrum bereitet ausgewählte Ausgaben von Reden wir über Geld didaktisch auf", ergänzt Bettina Fuhrmann, Leiterin des Kompetenzzentrums für Finanzbildung. "So entstehen Materialien, die Lehrkräfte im Unterricht unmittelbar verwenden können, also Folien, Arbeitsaufgaben und Anregungen zu Projektarbeiten der Schüler:innen."

Die FMA bringt ihre Finanzbildungsangebote verstärkt auch dorthin, wo sich junge Menschen informieren. "Reden wir über Geld" ist auch auf Instagram präsent. Im Kurzvideoformat "1 Minute - 1 Begriff" erklären FMA-Mitarbeiter:innen aus der Aufsichtspraxis Begriffe aus dem Finanzleben kompetent, verständlich und kompakt.

In den vergangenen drei Jahren wurden im Rahmen der Kooperation mit der WU rund 100 Schulen und etwa 12.000 Schüler:innen erreicht. Zu den bereits für den Unterricht aufbereiteten Themen zählen unter anderem Anlagebetrug, Phishing, Love Scam, "Kauf jetzt, zahl später", Finfluencer:innen, Kryptowährungen, ETFs, Aktien, Online-Zahlungen sowie die grundlegenden Gebote der Geldanlage.

Zwtl.: Anlagebetrug erkennen, bevor Geld verloren geht

Das 3. Finanzbildungsfrühstück widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema Finanzbetrug . Betrügerische Anlageangebote erreichen Verbraucher:innen zunehmend über digitale Kanäle und soziale Medien. Vermeintliche Erfolgsgeschichten, prominente Gesichter, Finfluencer:innen oder Einladungen in Messenger-Gruppen können dabei Vertrauen schaffen und schnelle Gewinne suggerieren.

"Lasst euch nicht von Likes, Promis oder schnellen Gewinnen blenden. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, sollte man besonders genau hinschauen. Unser wichtigster Rat lautet: immer alles überprüfen, bevor man investiert", so Kühnel.

Beim Finanzbildungsfrühstück beleuchten Expert:innen von FMA, WU und Bundeskriminalamt das Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben aktuellen Betrugsformen und der Ermittlungsarbeit steht die Frage im Mittelpunkt, woran Schüler:innen betrügerische Angebote selbst erkennen können.

Zwtl.: Mehr Möglichkeiten bedeuten auch mehr Eigenverantwortung

Neue Möglichkeiten bei Geldanlage und Altersvorsorge bedeuten auch mehr persönliche Entscheidungen und damit mehr Eigenverantwortung. Das geplante Zukunftsdepot oder die neuen Wahlmöglichkeiten bei Pensions- und Vorsorgekassen sind Beispiele dafür. Gleichzeitig begegnen junge Menschen Verbraucherkredite und Ratenzahlungen immer früher und zunehmend digital ("Buy now, pay later"). Auch für Verbraucherkredite gelten künftig neue Regeln, die den Verbraucherschutz stärken.

Für die FMA gewinnt verständliche Verbraucherinformation damit weiter an Bedeutung. Denn Regulierung und Aufsicht können einen verlässlichen Rahmen schaffen. Welche finanziellen Entscheidungen Menschen innerhalb dieses Rahmens treffen, hängt aber auch davon ab, ob sie Chancen, Kosten und Risiken verstehen und gegeneinander abwägen können.

"Geld begleitet uns durch jede Lebensphase und wir werden künftig noch häufiger selbst finanzielle Entscheidungen treffen müssen. Deshalb müssen wir offen über Geld sprechen: in der Schule, in den Familien und in der Gesellschaft. Denn wer über Geld redet, redet über Zukunft", sagt Kühnel.

Rückfragehinweis: FMA-Mediensprecher Boris Gröndahl Telefon: +43 1 24959-6010 / +43 676 8824 9995 E-Mail: boris.groendahl@fma.gv.at

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0097 2026-11-06/12:17

AXC0118 2026-11-06/12:23

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.