, boerse-express
Die Kristallkugel prophezeit ein volatiles Jahr
An der Börse wird die Zukunft gehandelt, heisst es. Manchmal wird aber auch gern die Vergangenheit herangezogen, um auf die Zukunft zu schliessen - die Rede ist von Börseweisheiten. Natürlich lässt sich über deren Aussagekraft streiten, die Statistik gibt ihnen aber immer wieder recht.
Ersten Rückschluss über den weiteren Jahresverlauf soll der 'Jänner-Indikator' geben: "As goes January, so goes the year", heisst es. Dieser Indikator beruht auf dem 'Stock Trader's Almanac der versucht, historische Kursverläufe mittels statistischer Zusammenhänge herzuleiten . Hintergrund dieses Indikators sind wohl die zu Jahresbeginn immer stattfindenden Umschichtungen grosser institutioneller Portfolios. Und wenn das Geld nicht zu Jahresbeginn in etwa den Aktienmarkt fliesst, warum sollte es das dann später tun?
Stimmt die Jänner-Regel, müssen sich Wiens Börsianer heuer nicht allzu viele Sorgen machen (Grund zur Freude besteht aber auch nicht): Der Leitindex ATX hat sich im Vergleich mit minus 0,08 Prozent wacker geschlagen; Dow Jones und DAX liegen mit 4,56 bzw. 5,85 Prozent deutlicher unter Wasser, was mehr sorgt.
Denn was sagt die Statistik? Seit 1962 erfüllte das Gesamtjahr im Dow zu mehr als 70 Prozent, was der Jänner angekündigt hatte. Diese 30 Prozent 'Restrisiko' können es aber durchaus in sich haben. Beispiel Dow Jones 2009 als der Jänner eine Performance von minus 7,7 Prozent brachte, das Jahr aber mit plus 21,7 Prozent beendete.
Natürlich haben wir den Jänner-Indikator auch für den ATX getestet: Seit 1986 stimmten Prognose und Ausgang zu 70 Prozent überein. Aber auch hier sei an 2009 erinnert, als aus einem Minus von 0,83 Prozent im Startmonat ein Plus von 42,54 wurde. Der letzte 'Ausreisser' datiert dafür mit 1999 (und '98).
Was ein weiterer Indikator ankündigt, wissen wir kommenden Sonntag - die Super-Bowl-Theorie. Dieser zufolge steht die Börse vor einem guten Gesamtjahr, wenn das Finale um die US-Meisterschaft ein Team der National Football Conference gewinnt. Bei einem Titelgewinn der American Football Conference regieren hingegen die Bären. Heuer dürften die Chancen für die Bären gar nicht schlecht stehen: Im Finale stehen Indianapolis (AFC) und New Orleans (NFC). BE-Football-Fan Daniel Hoffmann sieht die Siegeschancen folgendermassen: "Glasklarer Favorit sind die Indianapolis Colts. Das hat vor allem drei Gründe: Die Colts waren das beste Team in der Regular Season, lange Zeit auf dem Weg zu einer Perfect Season ohne Niederlage. Mit Peyton Manning besitzen sie, zweitens, den allseits anerkannten besten Quarterback der Liga, "Most Valuable Player" in der Regular Season (zum schon vierten Mal) und Halter von unzähligen NFL-Rekorden. Ein Mann, der laut Experten derzeit in der Form seines Lebens, einfach "unstoppable" und daher den Unterschied zwischen den beiden sehr starken Teams ausmachen dürfte. Der dritte Grund, wieso die Colts die Superbowl gewinnen dürften: Sie haben schon eine gewonnen. Aber: Die New Orleans Saints haben bereits gezeigt, wie man als Aussenseiter gegen angeblich übermächtige Quarterbacks gewinnt..."
Womit wir auch hier bei der Statistik wären - und wieder erreichten 70 Prozent. Doch auch bei diesem Prognoseinstrument fehlen natürlich 30 Prozentpunkte auf eine immer richtige Aussage - 2009 gewann mit Pittsburgh ein AFC-Team. Das Gesamtjahr stimmte dann sowohl mit dem Jänner- wie auch Super Bowl-Indikator nicht überein. Das Finalteam Indianapolis gibt übrigens in zweifacher Sicht Hoffnung: Einerseits spielte es ursprünglich in der NFC und andererseits war auch deren letzter Super Bowl-League-Sieg in 2007 von einem positiven Dow-Jahr begleitet.
Und last but not least die Skirt Length Theory (1920 vom US-Wirtschaftswissenschaftler George Taylor kreiert): Demnach steigen die Aktienkurse, wenn die Röcke möglichst kurz sind. Kurze Röcke, so die Logik hinter dem System, werden vor allem in Zeiten getragen, in denen Zuversicht herrscht bzw. die Risikobereitschaft hoch ist. Wie sieht es heuer aus? Geht es nach dem Willen der Haute Couture-Designer, dann sind die Kleider kniefrei und die Shirts nabelfrei. Die Prada-Sommerkollektion sorgt jedenfalls für jede Menge Beinfreiheit, zum Minirock kommen Minishorts. Designer wie Alexander Wang und Frida Gianinni (Gucci) legen sogar mit der Schere Hautstellen frei - an Mut und Risikobereitschaft dürfte es den Märkten heuer also nicht fehlen...
Ersten Rückschluss über den weiteren Jahresverlauf soll der 'Jänner-Indikator' geben: "As goes January, so goes the year", heisst es. Dieser Indikator beruht auf dem 'Stock Trader's Almanac der versucht, historische Kursverläufe mittels statistischer Zusammenhänge herzuleiten . Hintergrund dieses Indikators sind wohl die zu Jahresbeginn immer stattfindenden Umschichtungen grosser institutioneller Portfolios. Und wenn das Geld nicht zu Jahresbeginn in etwa den Aktienmarkt fliesst, warum sollte es das dann später tun?
Stimmt die Jänner-Regel, müssen sich Wiens Börsianer heuer nicht allzu viele Sorgen machen (Grund zur Freude besteht aber auch nicht): Der Leitindex ATX hat sich im Vergleich mit minus 0,08 Prozent wacker geschlagen; Dow Jones und DAX liegen mit 4,56 bzw. 5,85 Prozent deutlicher unter Wasser, was mehr sorgt.
Denn was sagt die Statistik? Seit 1962 erfüllte das Gesamtjahr im Dow zu mehr als 70 Prozent, was der Jänner angekündigt hatte. Diese 30 Prozent 'Restrisiko' können es aber durchaus in sich haben. Beispiel Dow Jones 2009 als der Jänner eine Performance von minus 7,7 Prozent brachte, das Jahr aber mit plus 21,7 Prozent beendete.
Natürlich haben wir den Jänner-Indikator auch für den ATX getestet: Seit 1986 stimmten Prognose und Ausgang zu 70 Prozent überein. Aber auch hier sei an 2009 erinnert, als aus einem Minus von 0,83 Prozent im Startmonat ein Plus von 42,54 wurde. Der letzte 'Ausreisser' datiert dafür mit 1999 (und '98).
Was ein weiterer Indikator ankündigt, wissen wir kommenden Sonntag - die Super-Bowl-Theorie. Dieser zufolge steht die Börse vor einem guten Gesamtjahr, wenn das Finale um die US-Meisterschaft ein Team der National Football Conference gewinnt. Bei einem Titelgewinn der American Football Conference regieren hingegen die Bären. Heuer dürften die Chancen für die Bären gar nicht schlecht stehen: Im Finale stehen Indianapolis (AFC) und New Orleans (NFC). BE-Football-Fan Daniel Hoffmann sieht die Siegeschancen folgendermassen: "Glasklarer Favorit sind die Indianapolis Colts. Das hat vor allem drei Gründe: Die Colts waren das beste Team in der Regular Season, lange Zeit auf dem Weg zu einer Perfect Season ohne Niederlage. Mit Peyton Manning besitzen sie, zweitens, den allseits anerkannten besten Quarterback der Liga, "Most Valuable Player" in der Regular Season (zum schon vierten Mal) und Halter von unzähligen NFL-Rekorden. Ein Mann, der laut Experten derzeit in der Form seines Lebens, einfach "unstoppable" und daher den Unterschied zwischen den beiden sehr starken Teams ausmachen dürfte. Der dritte Grund, wieso die Colts die Superbowl gewinnen dürften: Sie haben schon eine gewonnen. Aber: Die New Orleans Saints haben bereits gezeigt, wie man als Aussenseiter gegen angeblich übermächtige Quarterbacks gewinnt..."
Womit wir auch hier bei der Statistik wären - und wieder erreichten 70 Prozent. Doch auch bei diesem Prognoseinstrument fehlen natürlich 30 Prozentpunkte auf eine immer richtige Aussage - 2009 gewann mit Pittsburgh ein AFC-Team. Das Gesamtjahr stimmte dann sowohl mit dem Jänner- wie auch Super Bowl-Indikator nicht überein. Das Finalteam Indianapolis gibt übrigens in zweifacher Sicht Hoffnung: Einerseits spielte es ursprünglich in der NFC und andererseits war auch deren letzter Super Bowl-League-Sieg in 2007 von einem positiven Dow-Jahr begleitet.
Und last but not least die Skirt Length Theory (1920 vom US-Wirtschaftswissenschaftler George Taylor kreiert): Demnach steigen die Aktienkurse, wenn die Röcke möglichst kurz sind. Kurze Röcke, so die Logik hinter dem System, werden vor allem in Zeiten getragen, in denen Zuversicht herrscht bzw. die Risikobereitschaft hoch ist. Wie sieht es heuer aus? Geht es nach dem Willen der Haute Couture-Designer, dann sind die Kleider kniefrei und die Shirts nabelfrei. Die Prada-Sommerkollektion sorgt jedenfalls für jede Menge Beinfreiheit, zum Minirock kommen Minishorts. Designer wie Alexander Wang und Frida Gianinni (Gucci) legen sogar mit der Schere Hautstellen frei - an Mut und Risikobereitschaft dürfte es den Märkten heuer also nicht fehlen...