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Frankfurt: Unternehmensergebnisse im Fokus

Der Dax hat sich sich am Mittwoch zum Handelsauftakt nicht von den Kurseinbrüchen des Vortags erholen können. Der Leitindex fiel im frühen Handel um 0,60 Prozent auf 5.969,28 Punkte. Der M-Dax sackte gar um 1,63 Prozent auf 8.015,25 Punkten ab, während der TecDax um 2,09 Prozent auf 773,03 Punkte nachgab.

Neben dem Dauerthema Griechenland rückt auch am Mittwoch wieder die Berichtssaison in den Fokus, bevor am Nachmittag noch der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-amerikanischen Dienstleistungssektor auf dem Programm steht. Henkel machte mit seinen Zahlen den Auftakt: Der Konsumgüterhersteller schnitt ersten Quartal besser ab als erwartet und erhöhte seine Prognose für das Gesamtjahr. Die Aktien konnten davon jedoch nicht profitieren und büßten 1,56 Prozent auf 39,02 Euro ein.

Von Zahlen beflügelt wurden dagegen die Papiere von BMW, die 1,56 Prozent auf 36,40 Euro gewannen. Der Autobauer hat im ersten Quartal von der weltweit gestiegenen Autonachfrage profitiert. Händler lobten die Zahlen in ihren ersten Einschätzungen. Im Vorfeld der Hauptversammlung werden im Laufe des Morgens auch noch Eckdaten der Allianz erwartet, deren Titel zunächst aber mit 0,51 Prozent im Minus lagen.

Auch Lufthansa-Titel konnten sich leicht von den Verlusten des Vortags erholen und legten um 0,12 Prozent auf 12,06 Euro zu. Nachdem gestern bereits die Ergebnisse des ersten Quartals vorgelegt wurden, äußerte sich die Fluglinie nochmals zum Ausblick. Demnach hänge die im laufenden Jahr angestrebte Gewinnsteigerung davon ab, ob es zu weiteren Einschränkungen durch den isländischen Vulkan Eyjafjallajökull komme. Infineon waren stärkster Wert im Dax und stiegen um 2,03 Prozent auf 4,982 Euro, nachdem die Aktien am Vortag deutlich eingebrochen waren.

Banken konnten nicht von guten Zahlen des französischen Konkurrenten Societe Generale profitieren und waren gar unter den schwächsten Werten im Dax. Deutsche Bank gaben um 1,80 Prozent auf 49,57 Euro nach, während die Papiere der Commerzbank um 2,17 Prozent schwächer bei 5,68 Euro ihren Besitzer wechselten.

Aus dem MDax stachen Zahlen von Demag Cranes hervor, dessen Aktien um 0,29 Prozent auf 24,35 Euro nachgaben. Der Auftragseingang stieg zwar stärker als von Analysten erwartet, operativ und unter dem Strich lief es bei dem Kranbauer allerdings etwas schlechter als gedacht.

Aus dem TecDax legte Drägerwerk Ergebnisse vor. Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller hat im Auftaktquartal dank gestiegener Nachfrage wieder kräftig verdient, hatte aber schon Ende April Eckdaten vorgelegt. Die Titel gaben 0,33 Prozent auf 50,96 Euro ab, entwickelten sich damit jedoch aber besser als der TecDax.

Neben der Aktien von Linde, Hannover Rück und Takkt werden auch Symrise ex Dividende gehandelt. Zu den Titeln des Duftstoffherstellers Symrise gab es indes auch einen Analystenkommentar. Die Analysten der Citigroup hatten die Einstufung der Aktien nach guten Zahlen auf "Hold" gesenkt.