ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Auf drei schwache Tage folgt Erholung
Nach einer bislang schwachen
Börsenwoche wegen des eskalierenden Nahost-Konflikts haben Europas
Aktienmärkte am Donnerstag zu einer Erholung angesetzt. Der
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,28
Prozent und schloss bei 6.284,27 Punkten. Er hatte in den
vergangenen drei Tagen gut drei Prozent eingebüßt.
"Die Börse erhält derzeit widersprüchliche Signale", beschrieb
Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets die Lage.
"Einerseits sorgt die angespannte Lage im Nahen Osten für
Unsicherheit, andererseits gibt es Hoffnungen auf eine diplomatische
Lösung."
Außerhalb des Euroraums waren die Kursbewegungen überschaubar. So
schloss der schweizerische SMI 0,29 Prozent im Plus
bei 14.215,30 Punkten. Der Londoner FTSE 100 gab um
0,16 Prozent auf 10.472,45 Zähler nach, belastet nicht zuletzt von
einem starken Rücksetzer des Schwergewichts Astrazeneca
.
Gefragt waren Sektoren, die am Vortag unter Druck geraten waren.
Stärkster Sektor waren die zuletzt gefallenen Rohstoffaktien
, auch Bankaktien und Technologietitel
verzeichneten Gewinne.
ASML kletterten im Sog guter Vorgaben der asiatischen
Halbleiter- und KI-Aktien um 4,8 Prozent. STMicroelectronics
zogen um 7,2 Prozent an und BE Semiconductor
um 5,6 Prozent. Nokia -Aktien
verteuerten sich nach zuletzt herben Verlusten um fast 10 Prozent.
Am Ende des Feldes bewegten sich die am Vortag starken defensiven
Titel, allen voran die Pharmaaktien . Hier belastete
auch der Einbruch von Astrazeneca , die um über 6
Prozent absackten. Der Rücksetzer erfolgte auf enttäuschende
Studiendaten zu einem Medikament gegen eine Herzerkrankung. Die
Analysten der US-Bank Jefferies sprachen von einem überraschenden
Rückschlag.
Stark präsentierten sich dagegen die Papiere von Wolters Kluwer
mit 1,5 Prozent Aufschlag. Die US-Bank JPMorgan hatte
die Aktie des Wissenschaftsverlags und Software-Anbieters von
"Neutral" auf "Overweight" hochgestuft./bek/jha/